Wallet-Sicherheit
Sechs kurze Lektionen. Wer die Wörter hat, hat das Geld. Hier lernst du, sie zu schützen.
Alles läuft in deinem Browser. Dein Fortschritt bleibt nur auf deinem Gerät (localStorage, kein Cookie). Information, keine Finanz-, Steuer- oder Rechtsberatung.
1Was der Seed ist
Der Seed erzeugt alle Schlüssel deines Wallets. Er kommt als 24 Wörter (nach dem BIP39-Standard) oder als 64-stellige Hex-Zahl (docs.nano.org, Key Management).
Wer den Seed kennt, kann alle Adressen daraus öffnen und alles senden. Eine Zahlung lässt sich danach nicht zurückholen.
Darum gilt: Der Seed gehört nur dir. Kein Support, keine Börse, keine Wallet-Firma und kein Webdienst braucht ihn von dir.
Prüffrage: Wer darf deinen Seed kennen?
2Backup richtig machen
Schreibe die Wörter von Hand auf Papier, in der richtigen Reihenfolge, gut lesbar.
Mach zwei Kopien und bewahre sie an verschiedenen Orten auf, zum Beispiel zu Hause und an einem zweiten sicheren Ort, etwa einem Safe.
Nicht als Foto, nicht in der Cloud, nicht im Notizprogramm, nicht in einer Nachricht. Alles, was online ist, kann kopiert werden.
Teste das Backup mit einem kleinen Betrag: Wallet auf einem zweiten Gerät aus den Wörtern wiederherstellen und prüfen, ob dieselbe Adresse erscheint.
Prüffrage: Wo bewahrst du die Wörter auf?
3Phishing erkennen
Phishing heißt: Jemand täuscht eine echte Seite oder Person vor, damit du deine Wörter eingibst oder Geld sendest.
Typische Fälle: eine Fake-Seite mit fast gleicher Adresse, ein „Support“ in privaten Nachrichten, ein „Gewinnspiel“ oder „Verdopplung“ („sende 10, erhalte 20“), eine Nachricht mit Dringlichkeit.
Schutz: Öffne Wallets und Dienste nur über selbst gesetzte Lesezeichen. Gib Wörter nie irgendwo ein, außer beim bewussten Wiederherstellen in deinem eigenen Wallet. Trau keiner Direktnachricht, die Geld oder Wörter verlangt.
Prüffrage: Eine Person schreibt als „Support“ und bittet um deine Wörter, um ein Problem zu beheben. Was tust du?
4Software- und Hardware-Wallets
Eine Software-Wallet (App) ist bequem. Der Schlüssel liegt auf dem Gerät, das auch online ist. Ist das Gerät infiziert, ist der Schlüssel gefährdet.
Eine Hardware-Wallet hält den Schlüssel in einem eigenen Gerät. Du bestätigst jede Zahlung am Gerät selbst. Sie kostet Geld und muss auch gesichert werden: Der Seed bleibt trotzdem die Rettung, wenn das Gerät verloren geht.
docs.nano.org erwähnt als Beispiel die Ledger-Implementierung für Nano. Prüfe vor dem Kauf, ob das Gerät Nano unterstützt, und kaufe nur beim Hersteller.
Prüffrage: Wo bleibt der Schlüssel bei einer Hardware-Wallet?
5Vor dem Senden prüfen
Senden ist endgültig. Darum prüfst du vorher drei Dinge.
Adresse: als QR-Code scannen oder einfügen statt abtippen, dann Anfang und Ende mit der Quelle vergleichen. Eine Nano-Adresse beginnt mit nano_.
Netzwerk: Gleicher Dienst, anderes Präfix, anderer Wert. usd_ ist NanUSD, nicht XNO (nanchat.com/developers).
Betrag: Dezimalstellen prüfen. Ein Komma an der falschen Stelle macht den Betrag zehnmal so groß oder so klein.
Bei einer neuen Adresse oder einem großen Betrag: zuerst einen kleinen Testbetrag senden, Ankunft abwarten, dann den Rest.
Prüffrage: Was machst du bei einer neuen Adresse und einem größeren Betrag?
6Was NanoTracker nie braucht
Der NanoTracker wertet eine öffentliche Nano-Adresse aus (nano_…). Er arbeitet nur lesend: Auf der Seite steht „Nur lesen – kein Seed“.
Er braucht nie den Seed, nie die Wörter, nie die PIN und nie das Passwort deines Wallets. Fragt eine Seite im Namen des NanoTracker danach, ist es Betrug.
Eine öffentliche Adresse und ihre Zahlungen sind für alle einsehbar, die danach suchen. Die Auswertung macht nichts sichtbar, was nicht ohnehin öffentlich ist. Die Adresse zu kennen erlaubt niemandem, davon zu senden.
Die Wallet-Liste liegt laut Seite nur in deinem Browser. Eine Sicherung kannst du als Datei herunterladen.
Prüffrage: Was gibst du beim NanoTracker ein?
Kurs geschafft
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